Vereinsgeschichte

Der Anfang unseres Vereins ist mit einer Idee des Chilenen Paulo Terra verbunden. Paulo kehrte von einer Chile-Reise nach Tübingen mit dem Vorhaben zurück, eine Möglichkeit zu finden, Stipendien für SchülerInnen im Valle Alto del Carmen zu finanzieren, um diesen zu ermöglichen, die Schule zu beenden.

Desierto Florido e.V. im Jahr 2003
Desierto Florido e.V. im Jahr 2004

Paulo präsentierte seine Idee bei einer Sitzung des Pensamiento Latinoamericano (Studentisches Forum für Diskussion und Reflexion in Tübingen) im Sommer 2003 und weckte einiges Interesse. Schon bald traf sich eine studentische Gruppe, um gemeinsam diese Idee zu konkretisieren. Nach einigen Monaten löste sich die ursprüngliche Gruppe u.a. deshalb wieder auf, weil man sich nicht einig war, worin eine solche Zusammenarbeit bestehen sollte, “wie groß” das ganze Projekt werden und wie es weitergehen sollte, wenn keiner der Verantwortlichen mehr in Tübingen ist.

Im Sommer 2003 reiste Fernando Ruiz Peyre nach Argentinien und sammelte bereits in Tübingen Spenden für die Suppenküche “Inmensa Esperanza”, die in seiner Nachbarschaft entstanden war. Fernando kehrte mit großer Motivation und vielen Eindrücken aus der Suppenküche nach Tübingen zurück und suchte zusammen mit Paulo engagierte Leute.

Ab Mitte Oktober 2003 trafen sich wöchentlich einige Lateinamerika-Interessierte, um die Ideen von Paulo und Fernando voranzutreiben. Im November 2003 entschieden wir uns, aus der Arbeitsgruppe einen gemeinnützigen Verein zu gründen, da es transparenter und rechtlich einfacher ist, mit einem Vereinsstatus Spenden für unsere ersten beiden Projekte zu empfangen. Unser Vereinsname “Desierto Florido e.V.” (übersetzt: “Blühende Wüste”) ist ein Naturphänomen, bei dem sonst karge Wüsten durch seltene Regenfälle in blühende, lebendige Landschaften verwandelt werden. Wir haben diesen Namen ausgewählt, weil er symbolisch dafür steht, dass wir als Verein durch Unterstützung kleiner Initiativen vor Ort einen positiven Beitrag leisten und etwas “zum Blühen” bringen können.

Ende 2004 nahmen wir die Projekte “La Casita Colectiva” in Argentinien und die “Medizinische und psychosoziale Hilfe” in Peru in unseren Verein auf. Über  Fernando Ruiz Peyre entstand der Kontakt zu der Gruppe junger Menschen, die sich in Mendoza zusammengefunden hatten, um ein kulturelles, sozial und politisch engagiertes Zentrum aufzubauen. Wir unterstützten sie seit ihrer Gründung bei der Miete eines Hauses. Durch ein Praktikum, das Carola Flurschütz im Rahmen ihres Medizinstudiums in den Gesundheitsstationen in Chilca und San Antonio in der Region Cañete in Peru absolviert hatte, entstand eine Partnerschaft mit den Gesundheitsstationen, deren Arbeit wir seit Anfang 2005 bei einzelnen Kampagnen und kontinuierlichen Projekten unterstützen.

Desierto Florido e.V. im Jahr 2005
Desierto Florido e.V. im Jahr 2006

Franziska Gruber erklärte sich bereit, den recht aufwendigen Vereinsgründungsprozess in die Hand zu nehmen. Schließlich wurde eine Satzung entworfen, eine Urversammlung abgehalten und ein halbes Jahr später, am 14.7.2004, wurden wir endlich als “Desierto Florido e.V.” ins Tübinger Vereinsregister eingetragen.

Ab Dezember 2003 trafen wir uns jede Woche und mit der Zeit wuchs unsere Gruppe beständig. Wir organisierten uns besser, protokollierten die Sitzungen und schon bald entstanden die ersten Flyer, eine Homepage und Postkarten zum Verkauf. Der erste Gewinn für unsere Projekte in Höhe von 600 Euro wurde durch die von uns organisierte Party am 16.1.2004 erzielt. Die erste große Spende erhielten wir durch die Organisatoren des Geographenfestes. Dadurch war die Finanzierung der Projekte in Chile und Argentinien bereits für ein Jahr gesichert.

Desierto Florido e.V. im Jahr 2007
Desierto Florido e.V. im Jahr 2008

Bis heute haben wir regelmäßig Veranstaltungen organisiert und neue Fördermitglieder gewinnen können. Aufgrund von Auslandsaufenthalten, Praktika und dem großen Angebot an Vereinen/Organisationen/AG´s in Tübingen, lebt unser Verein vom Kommen und Gehen von aktiven Mitgliedern. Die organisatorischen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, haben wir bisher gut gemeistert